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Diejenigen von uns, die ihre Aussies über alles lieben, können sich keine bessere Rasse vorstellen. Unglücklicherweise sind es die von uns so sehr geschätzten Charaktereigenschaften, die diese Hunde unpassend für manche Besitzer und Heime macht. Jeder potentielle Hundekäufer sollte sich daher zuerst gründlich überlegen, ob sein Lebensstil den Grundbedürfnissen eines typischen Aussies gerecht wird.


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Der Australian Shepherd wurde als ein mittelgroßer, intelligenter und vielseitiger Hütehund mit starkem Charakter und Ausdauer gezüchtet. Viele Aussies arbeiten auch noch heute an der Herde und selbst die Hunde, die noch nie Schafe oder Rinder gesehen haben, haben gewöhnlicherweise einen ausgeprägten Hüteinstikt. Das bedeutet, dass Aussies einen eingezäunten Auslauf brauchen, da die Versuchung, andere Hunde, Kinder oder sogar Autos zu hüten, sie plötzlich überkommen könnte.
Weil sie dafür gezüchtet wurden, den ganzen Tag lang hart zu arbeiten, sind die meisten Aussies nicht als Schoßhunde geeignet, auch wenn sie sehr individuelle Charaktere haben und einige ruhiger sind als andere. Zum größten Teil jedoch sind es energiegeladene Hunde, die eine Aufgabe in ihrem Leben brauchen. Die Besitzer müssen bereit sein, ihren Hunden die Zeit und Aufmerksamkeit zu geben, die sie für Training und Spiel brauchen, da auch hier wie bei jedem Hund angestaute Energie sich in Zerstörungswut wie z.B. graben und Dinge zerkauen, entladen kann. Rennen, springen und wildes Umherstürmen im Haus gehört jedoch alles in das Verhaltensrepertoire eines normalen Aussies.
Die große Intelligenz dieser Hunde, die nötig ist um andere Tiere (Schafe, Rinder etc.) zu überlisten und kontrollieren, können fatale Auswirkungen haben, wenn der Hund nicht ausgebildet ist und/oder vernachlässigt wird. Aussies sind durchaus in der Lage, auch ihre Besitzer zu überlisten. Obedience (Unterordnung) Training wird in jedem Fall empfohlen um den Besitzern zu zeigen, wie sie das angeborene Verhalten der Aussies, es dem Besitzer immer Recht machen zu wollen, in die richtigen Bahnen lenken können. Aussies lernen sehr schnell, sein sie sich jedoch im Klaren darüber, dass sie ihren Aussie mit Spaziergängen, Spielen und Ausbildung beschäftigen müssen, um sowohl den Geist des Hundes wie auch seinen Körper auf Trab zu halten.
Auch wenn viele Aussies zu jedem Menschen freundlich sind, tendiert die Rasse des Australian Shepherds eher dazu, Fremden gegenüber reserviert und vorsichtig zu sein. Mit einem solchen Hund sollte der Besitzer den Hund dazu motivieren, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen, darf ihn jedoch niemals dazu zwingen. Aussies beschützen sehr oft ihre Familie und deren Besitz, was eine nützliche Eigenschaft in einigen Situationen ist jedoch auch in anderen Situationen nicht erwünscht ist. Einige Hunde respektieren Fremde sogar nie. Und wie mit allen anderen Hunden kann ein schlecht sozialisierter Aussie ohne richtige Erziehung durchaus aggressiv reagieren.
Bild links: Jay Sisler und seine Hunde
Aussies sind gewöhnlich gesunde Hunde und können mehr als 12 Jahre alt werden, weswegen die Anschaffung besonders hier eine dauernde Verantwortung bedeutet. Wenn auch minimal, so ist doch ein geringer Aufwand bei der Fellpflege von Nöten um das Fell sauber und gepflegt zu halten und auch die Krallen sollten regelmäßig geschnitten werden. Trotz ihrer enormen Energie sind Aussies ausgesprochen gute Verwerter von Futter, sie brauchen vergleichsweise wenig zu fressen um ihre Figur zu halten.
Diese Rasse ist perfekt für solche Hundehalter, die sich einen leicht ausbildbaren, vielseitigen und hochintelligenten Hund wünschen, der unglaublich ausdauernd bei Spiel und Arbeit ist. Wenn sie die Zeit haben und sich der Verantwortung bewusst sind, die sie mit einem Aussie haben, werden Sie nicht enttäuscht sein. Diese besonderen Hunde verdienen besondere Besitzer. Ihre Loyalität, ihr Wille und Charakter und besonders ihr außergewöhnlicher Sinn für Humor lassen sie in einer eigenen Klasse antreten.
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