· Start · Geschichte · Rassestandard · Farben · Wörterbuch · Genetik · Hütetrieb · Genie & Wahnsinn ·

Wie wir heutzutage wissen, hat sich der Australian Shepherd entgegen seinem Namen ausschließlich in den Vereinigten Staaten entwickelt. Im späten 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts kamen die Vorfahren der heutigen Aussies als Hüte- und Arbeitshunde zu den westlichen und nordwestlichen Staaten, die die riesigen Schafherden, die von Australian importiert wurden, begleiteten.

Diese unermüdlich arbeitenden, mittelgroßen "little blue dogs" imponierten den amerikanischen Ranchern und Farmern, die nun auch anfingen, diese Hunde für die Arbeit am Vieh einzusetzen. Gezüchtet wurden diese Hunde eher nach ihrem Arbeitsverhalten als nach dem Aussehen und manchmal wurden andere Hütehundrassen miteingekreuzt. Somit verkörpert der heutige Aussie die Hunde, die einst von Europa über Australien kamen und eine große Anzahl von Aussies sind immer noch auf Ranches in den westlichen Staaten der USA als Arbeitshunde tätig.
Der Australian Shepherd Club of America (ASCA) wurde 1957 gegründet um die Rasse zu fördern und verschiedene andere Vereine begannen, Zuchtbücher zu führen. Der allgemeingültige Rassestandard wurde 1976 angenommen und die verschiedenen Registrierungsstellen vereinten sich zu einer großen Registrierung in 1980 (die National Stock Dog Registry hat immer noch eine eigene Registrierung für Australian Shepherds). Der ASCA hat die Rasse mit Confirmation Shows, Herding und Obedience Trials gefördert und seit neustem gibt es auch ein Rescue-Program.
1992 erkannte der American Kennel Club (AKC) die Rasse des Australian Shepherd an, jedoch wurde der ASCA nicht zum Partnerverein ernannt. Die United States Australian Shepherd Association wurde erschaffen, um der AKC Partnerverein zu werden. Der AKC erlaubte zwei Jahre lang eine freie Registrierung bevor die Registrierung geschlossen wurde. Deswegen sind viele Aussies doppelt oder sogar dreifach registriert.
Heutzutage haben die Australian Shepherds, die für Shows gezüchtet werden, stärkere Knochen und mehr Fell als die Hunde aus Arbeitslinien. Jedoch ist die Rasse unverkennbar. Vier Grundfarben sind akzeptiert: black, blue-merle, red und red-merle. Jede dieser Farben kann weiße und kuperfarbene Abzeichen an Kopf und Beinen haben sowie einen weißen Kragen und weiß an der Brust. Aussies sollten einen ausgeglichenen Körperbau haben, kraftvoll und ausdauernd, eine mittlere Fellänge und eine unkupierte Rute, entweder natürlich kurz (Natural Bobtail NBT) oder normal lang. Die Idealgröße beträgt bei den Rüden zwischen 50,8 cm und 58,5 cm, bei den Hündinnen zwischen 45,7 cm - 53,4 cm.

Aussies sind nicht nur exzellente Hütehunde, sie sind auch sehr gut für Obedience, Agility, DogDancing und Flyball geeignet, auch für die Fährtenarbeit eignen sie sich super. Heutzutage gibt es ausgesprochen viele Möglichkeiten, seinen Aussie zu fordern.

hoch