· Start · Agility · Obedience · DogDancing · Tricks · DiscDogging · Hütearbeit · Rettungshund · Therapiehund · Mentaltraining ·

Rettungshunde und ihre Aufgaben

Casey von Kerstin Hofer

Rettungshunde sind darauf trainiert, im Ernstfall Personen zu suchen und zu finden. Da Personen in den verschiedensten Gebieten vermisst werden können, wird die Sucharbeit in mehrere Sparten unterschieden:

Fährtensuche:
Bei der Fährtensuche verfolgt der Hund die Spur der vermissten Person. Dabei muss der Ausgangspunkt genau definiert sein. Zum Beispiel: das Auto oder ein abgestellter Rucksack. Der Hund wird auf die Fährte angesetzt und folgt mit "tiefer Nase" der Spur. Dabei sollte er sich vom Fremdfährten oder anderen Gegebenheiten nicht irritieren lassen. Gegenstände, die zur vermissten Person gehören, sollte er ebenfalls anzeigen.
Flächensuche:

Bei der Flächensuche stöbert der Hund nach Menschengeruch, anders als bei der Fährtensuche arbeitet der Hund hier mit "hoher Nase". Der Hundeführer sucht sich in dem ihn zugeteilten Gebiet einen Weg in der Mitte, sodass er den Hund dann abwechselnd nach links und nach rechts schicken kann. Dies wird auch "Revieren" genannt. Findet der Hund die vermisste Person so zeigt durch lautes lang anhaltendes Verbellen an.


Bandit von Thomas Seltsam

Trümmersuche:

Zur Trümmersuche kommt es nach Hauseinstürzen durch schwere Erdbeben oder Explosionen.
Die Hunde haben in ihrer Ausbildung gelernt, dass sie auf Trümmern durch Bellen und Scharren anzeigen. Das Scharren ist sehr wichtig, denn sie zeigt punktgenau die Stelle, wo der Hund den stärksten Geruchsaustritt gefunden hat. Dies ist für die späteren Bergeteams von großer Bedeutung.

Lawinensuche:
Nach einem Lawinenunglück sind häufig Menschen unter Schneemassen verschüttet. Auch hier zeigt der Hund, die vermissten Personen durch intensives Bellen und Scharren an.
Die Ausbildung:
Bandit von Thomas Seltsam
Die Ausbildung zu einem einsatzfähigen Rettungshund ist sehr zeitaufwändig. Es wird mehrmals wöchentlich bei jedem Wetter trainiert.

Neben der Sucharbeit wird auch die Unterordnung trainiert. Sie ist von sehr großer Bedeutung, da der Hund auch in schwierigen Situation immer auf seinen Hundeführer hören sollte.


Casey von Kerstin Hofer
Gerätetraining steht ebenfalls auf dem Ausbildungsplan eines jeden Rettungshundes. Hier lernt der Hund über eine waagrechte Leiter oder eine wacklige Fassbrücke zu gehen. Ein Sprung über ein Hindernis von ca. 1,5 m stehen ebenfalls am Programm.
Die Rettungshundearbeit sollte mehr als nur ein Hobby sein, denn immerhin ist Ziel dieser Ausbildung, Menschenleben zu retten.
Der Australian Shepherd eignet sich besonders für die Rettungshundearbeit, denn er ist intelligent, arbeitswillig und lernt rasch jede Situation zu bewältigen, er ist sehr geschickt und bewegt sich deshalb sehr sicher im unwegsamen Gelände, wie z.B. auf Trümmern.
Es gibt nichts Schöneres, als in die strahlenden Augen unserer Aussies zu sehen, wenn wir beim Training sind.
Denn auch bei der Rettungshundearbeit werden Kopf und Körper gefordert.

Wir danken Kerstin Hofer (www.8ung.at/australianshepherds) recht herzlich für diesen informativen Artikel. Alle Bilder sind von Ihr, Texte und Bilder sind mit copyright.
hoch