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Geschrieben von Sandra Lippert

Was ist Agility?

Agility wurde das erste Mal in England, anlässlich der "Crufts Dog Show" 1978 vorgeführt. Da es zur Crufts immer etwas Besonderes sein soll, ließen sich die Erfinder vom Springreiten inspirieren und entwickelten einen Parcours für Hunde. In erster Linie bestand dieser aus Sprüngen, wobei es aber auch schon andere Hindernisse gab.


Kathy von Maika Ditzig

Die Zuschauer waren begeistert und so wurde Agiltiy geboren. Ende der 80´er Jahre kam dieser Sport dann auch nach Deutschland. Wie in fast jeder Sportart kam auch hier sehr bald der Wettkampfgedanke auf. Daher gibt es seit 1991 ein weltweit einheitliches Reglement und seit 1996 auch Weltmeisterschaften.

Warum Agility?

Agility ist für einen gesunden Hund, eine sehr sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Die Hunde müssen sich nicht nur körperlich anstrengen, sondern es wird auch der Kopf gefordert. Beim Agility werden sämtliche Sinne des Hundes gefordert und er lernt sich zu konzentrieren. Gerade die Kopfarbeit ist auch für den Aussie wichtig, da er von seiner Veranlagung her ein Hund ist, der gefordert werden will.

Die Bindung zwischen den Partnern Hund und Mensch wird durch diese Freizeitbeschäftigung gestärkt. Dadurch, dass man mit dem Hund gemeinsam arbeitet und dadurch auch Probleme zusammen bewältigt entsteht häufig eine sehr innige Beziehung zwischen dem Menschen und seinem Hund.

Weiterhin lernt der Hund seinem Menschen zu vertrauen, denn er muss beim Agility verstehen was der Mensch ihm durch die Stimme, die Gesten, den Blickkontakt und der Körperhaltung sagen will und diese dann auch ohne zu fragen ausführen. Dafür ist gegenseitiges Vertrauen sehr wichtig.


Ricky von Martina Hodkova

Durch die Bestätigung, die die Hunde immer wieder erfahren, sind sie oft auch weniger ängstlich und aufgeweckter wie Hunde, die nicht gefordert werden.

Natürlich hat das Training auch noch den Effekt, dass die Hunde auch untereinander gut sozialisiert werden, da die Hunde im Training auch sehr viel Gelegenheit haben miteinander zu spielen.

Da es beim Agility so viele Variationen des Aufbaus der Hindernisse gibt, wird es auch nie langweilig. Selten kommt man in die Verlegenheit genau den selben Parcours im Training zweimal laufen zu müssen. Und wenn es doch mal passiert, kann man sich meist eh nicht dran erinnern.

Da nicht vorgeschrieben ist, wie man seinen Hund zu führen hat, kann jeder seinen für sich und den Aussie passenden Stil finden. So kann man hier nach seinen Möglichkeiten und Vorlieben arbeiten und ist nicht so eingeschränkt, wie zum Teil in der Unterordnung.

Voraussetzungen

Die wichtigste Voraussetzung für Agility ist der Spaß. Daher sollte man sich immer im klaren sein, dass man den Sport wegen dem Hund ausführt und sollte sich nicht wegen dem Sport den Hund anschaffen. Hunde sollen keine Sportgeräte sein, sondern vollwertige Partner.

Geeignet ist grundsätzlich jeder Hund. Lediglich ganz große und kleine Rassen haben Probleme alle Hindernisse zu bewältigen. Auf dem reinen Fun - Sektor ist aber auch hier ein Training möglich.

Kranke Hunde sollen kein Agility machen - hier sei ausdrücklich auf die HD hingewiesen.


Benny von Dagmar Lindemann

Am Besten geeignet fürs Agility sind leichte, mittelgroße und wendige Hunde, wie z. B. der Australian Shepherd. Aber noch mal, alleine die Rassezugehörigkeit macht noch keinen guten Agilityhund.

An den Hundeführer gibt es keine großen Anforderungen. Wer natürlich ehrgeizige Ziele hat und auf Meisterschaften starten will, sollte trainiert sein, aber für den "Otto-Normal Agility Sportler" gibt es keine Einschränkungen.

Eine Grundvoraussetzung sollte allerdings gegeben sein, der Hund muss gehorchen. Die Grundkommandos wie "Sitz", "Platz", "Fuß" und "Komm" sind Mindestanforderungen. Der Parcours wird ohne Leine gelaufen, und damit auch alles in einigermaßen geregelten Bahnen abläuft müssen die Hunde unter Kontrolle stehen. Ist dies nicht der Fall ist auf der einen Seite ein vernünftiges Training nicht möglich, auf der anderen Seite das Verletzungsrisiko viel zu hoch.

Das Erlernen von Agility sollte (wie übrigens alles was mit Hundeausbildung zu tun hat) über Motivation erfolgen. Das heißt unter Zuhilfenahme von Leckerli oder Spielzeug, unter keinen Umständen unter Druck!

Was muss der Hund bewältigen?


Ricky von Martina Hodkova

Es gibt beim Agility verschiedene Hindernisse. Hauptsächlich sind das Sprünge, wozu auch der Reifen zählt, aber auch die sogenannten Kontaktzonenhindernisse. Letztere bestehen aus Steg, Steilwand und Wippe. Hier ist es wichtig, dass der Hund wenigstens eine Pfote beim Auf- und Abstieg auf den anders gefärbten Flächen der Hindernisse setzt. Des weiteren gibt es noch den festen Tunnel und den Sacktunnel, sowie den Slalom.

Wie man aus dieser Aufstellung entnehmen kann, geht es beim Agility nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um Konzentration und Genauigkeit. Somit gewinnt nicht immer der schnellste Hund, sondern der, der am saubersten arbeitet. Dazu sollte man wissen, dass bei der Wertung der Läufe in erster Linie die Fehler zählen und dann erst die Zeit.

Ich wünsche allen Agility Sportlern viel Spaß und viel Erfolg. Bitte lasst immer die Hunde im Vordergrund stehen, nicht Euren persönlichen Ehrgeiz.

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